Unsere Projekte – Übersicht mit Länder-Infos

Lebenschancen International hat über viele Jahre Projekte
in Burkina Faso, Togo, Nepal und Peru gefördert.
Seit 2020 fördern wir nur noch Projekte in Burkina Faso und Togo.


In Nepal
wurden die Fördermaßnahmen Ende 2019, also noch vor der Corona-Pandemie, beendet. Nur 3 km von unserer kleinen „Frauengesundheitsstation“ mit beschränkten Diensten entfernt wurde ein großes Ärztehaus mit u.a. täglichen gynäkologischen Sprechstunden und ebenfalls Beratungen zur Familienplanung eingerichtet und unsere immer weniger genutzt.

In Peru wurden – außer Förderungen zum Schutz vor Corona-Infektionen – keine neuen Förderungen angefragt. Das Land ist gemessen an der Rate der Todesfälle pro 100.000 Einwohner weltweit das am stärksten von der Pandemie betroffene Land. In den Schulen, wo zunächst noch mehr gemacht werden sollte, hat man daher andere Prioritäten als Sondermaßnahmen zur Sexualaufklärung. Maßnahmen der Aufklärung und Beratung durch ehrenamtliche „Gesundheitsberaterinnen“, die von „Lebenschancen“ dafür in den Jahren 2012 und 2016 ausgebildet wurden, werden aber fortgesetzt.

Mehr zu den Projekten, die wir bis 2005 in anderen Ländern durchgeführt haben, erfahren Sie hier.

Länderinformation

Einwohnerzahl

Burkina Faso:

21,5 Millionen Einwohner

Togo:

8,5 Millionen Einwohner

Peru:

33 Millionen Einwohner

Nepal:

30 Millionen Einwohner

Entwicklungsstand

Burkina Faso:

eines der 25 ärmsten Länder der Welt

Togo:

eines der 25 ärmsten Länder der Welt und das ärmste unserer Projektländer

Peru:

Wesentlich weiter entwickelt als alle anderen Projektländer. Die Pro-Kopf-Einkommen sind sieben mal so hoch wie in Burkina Faso und Togo, betragen aber erst ein Viertel derjenigen in Deutschland.

Nepal:

Eines der ärmsten Länder in Asien. Die Pro-Kopf-Einkommen sind aber um ca. 37 % höher als diejenigen in Burkina Faso und Togo.

Anteil sehr armer Menschen

Burkina Faso:

44 % haben pro Tag weniger als 1,90 US-$ zum Leben (umgerechnet nach Kaufkraftparitäten zum US-$)

Togo:

49 % haben pro Tag weniger als 1,90 US-$ zum Leben (umgerechnet nach Kaufkraftparitäten zum US-$)

Peru:

 In städtischen Armenvierteln und in Dörfern der Anden gibt es auch Menschen, die pro Tag  weniger als 1,90 US-$ zum Leben haben (umgerechnet nach Kaufkraftparitäten zum US-$).

Nepal:

5 % haben pro Tag weniger als 1,90 US-$ zum Leben (umgerechnet nach Kaufkraftparitäten zum US $)

Anteil von unterernährten Menschen

Burkina Faso:

15 % sind unterernährt

Togo:

20 % sind unterernährt

Peru:

9 % sind unterernährt, vor allem Menschen in entlegenen Bergdörfern

Nepal:

10 % sind unterernährt, vor allem Menschen in entlegenen Bergdörfern

Analphabetenquote der über 15-Jährigen

Burkina Faso:

67 % der weiblichen und 50 % der männlichen Bevölkerung über 15 sind Analphabeten

Togo:

45 % der weiblichen und 20 % der männlichen Bevölkerung über 15 sind Analphabeten.

Peru:

 9 % der weiblichen und 3 % der männlichen Bevölkerung über 15 sind Analphabeten

Nepal:

40 % der weiblichen und 20 % der männlichen Bevölkerung über 15 sind Analphabeten

Die Probleme

In unseren Projekten arbeiten wir an der Minderung der folgenden Probleme

15-19-jährige Mädchen mit Kind

Burkina Faso:

Etwa 50 % der Mädchen haben noch vor dem 19. Geburtstag ein Kind, darunter ca. 52 % nach früher Verheiratung durch die Eltern.

Togo:

Etwa 40 % der Mädchen haben noch vor dem 19. Geburtstag ein Kind, davon ca. die Hälfte unehelich ungewollt und die anderen meist nach früher Verheiratung durch die Eltern.

Peru:

33 % der Mädchen haben noch vor dem dem 19. Geburtstag ein Kind. Das ist weniger als in den anderen Projektländern. Etwa ein Drittel davon sind unehelich und ungewollt.

Nepal:

 44 % der Mädchen haben noch vor dem 19. Geburtstag ein Kind, anders als in Burkina Faso, Togo und in Peru annähernd alle nach früher Verheiratung durch die Eltern.

Lebendgeburten pro Frau

Burkina Faso:

Die Frauen der jüngeren Generation haben im Durchschnitt noch 5,2 Lebendgeburten, in den Dörfern meistens noch sechs oder mehr.

Togo:

Die Frauen der jüngeren Generation haben im Durchschnitt 4,3 Lebendgeburten, in den Dörfern meistens fünf oder mehr.

Peru:

Die Frauen der jüngeren Generation haben im Durchschnitt noch 2,4 Lebendgeburten.

Nepal:

Die Frauen der jüngeren Generation haben im Durchschnitt nur noch 2 Geburten, nachdem es 1990 noch 5,2 waren.

Bevölkerungswachstum

 Burkina Faso:

Die Bevölkerung wächst pro Jahr um 3 % und wird sich in nur 23 Jahren verdoppeln, wenn die Geburtenzahl pro Frau nicht bald stärker abnimmt. Zum Vergleich: In Deutschland und anderen Ländern Westeuropas ist sie zu Beginn der Industrialisierung bzw. jemals maximal um 1,8 % pro Jahr gewachsen.

Togo:

Die Bevölkerung wächst pro Jahr um 2,7 % und wird sich in 26  Jahren verdoppeln, wenn die Geburtenzahl nicht bald stärker abnimmt. Zum Vergleich: In Deutschland und anderen Ländern Westeuropas ist sie zu Beginn der Industrialisierung bzw. jemals maximal um 1,8 % pro Jahr gewachsen.

Peru:

Die Bevölkerung wächst jährlich um 1,4 %. Wenn die Zahl der Geburten pro Frau nicht bald weiter sinkt, wird sich die Bevölkerung hier in etwa 50 Jahren verdoppeln.

Nepal:

Die Bevölkerung wächst noch um 1,4 % pro Jahr. Da in den nächsten 15 Jahren weiter geburtenstarke Jahrgänge ins fortpflanzungsfähige Alter kommen, dürfte dies vorerst kaum weniger werden. Die Bevölkerung wird sich daher – wie in Peru – in ca. 50 Jahren verdoppeln, wenn die Geburtenzahl nicht weiter sinkt.

Besondere Gesundheitsprobleme von Mädchen und Frauen

Burkina Faso:

Die Sterblichkeit von Frauen infolge von Schwangerschaft und Geburt ist hier noch immer sehr hoch. Auch sind die Mädchen in manchen Familien und Dörfern – trotz Verbot – noch immer gefährdet, an den äußeren Geschlechtsorganen beschnitten zu werden.

Togo:

Hier sterben bezogen auf die Anzahl der Geburten wesentlich mehr Frauen infolge von Schwangerschaft und Geburt als in Burkina Faso. Außerhalb der Hauptstadt mangelt es noch sehr an qualifizierten Hebammen, oder die Menschen können die umgerechnet 5 € für eine Entbindung nicht bezahlen.

Peru:

Große Probleme sind sexuelle Nötigung, Missbrauch, Vergewaltigung und häusliche Gewalt. Diese sind oft die Ursache ungewollter Schwangerschaften.

Nepal:

Viele Frauen leiden hier unter Gebärmuttervorfällen und anderen gynäkologischen Problemen und wussten bisher nicht, dass diese behandelbar sind.

HEUTE EIN LEBEN VERÄNDERN

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