Näheres sowie Links zu den Aufklärungsmaterialien 

Bei den Materialien  handelt es sich um eine Bilderbox für Mädchen in Dörfern oder mit nur geringer Schulbildung, einen Video-Film mit Begleitbuch für die intensive Arbeit von Lehrer/innen und anderen      mit Jugendlichen sowie ein Buch für Schüler/innen ab etwa der 10. Klasse.
Durch Klicken auf die Worte in Blau kommen Sie auf die Original­texte in Französisch.
Achtung: Das Buch hat 5 MB und das Begleitbuch zum Video-Film 9 MB.

Diese Materialien behandeln über die Aufklärung hinaus ein breites Spektrum von Themen, die für Jugendliche in der Pubertät wichtig sind, z. B.
•  das Recht der Mädchen, gegenüber Wünschen von Männern nach Sexualkontakten nein sagen zu dürfen
•  die Notwendigkeit, auch in der Pubertät gute Beziehungen zu Eltern und anderen Menschen zu pflegen
•  Konflikte zwischen Tradition und Moderne erkennen und nach Lösungen durch Gespräche suchen.

Im übrigen wurden 25 Exemplare eines Buches über Schwangerschaft und Geburt und sonstige Elemente der Frauen- und Müttergesundheit für Gesundheitsstationen u. a. gekauft. In dem Buch werden auch die Vorteile und Methoden der Familienplanung  behandelt, ebenso die gravierenden Folgen der Mädchen-beschneidung mit dem Ziel der Erkenntnis: «Meine Töchter werden nicht beschnitten».

Zwei Beispiele aus der “Bilderbox” zur Aufklärung von Mädchen:

burk_bilderbox

Linkes Bild: Aus der Aufklärung über die Pubertät: Das Mädchen ist über das Blut auf dem Leintuch erschrocken. Auch über die Menstruation wurden die Mädchen bisher im Allgemeinen nicht aufgeklärt.

Rechtes Bild: Aus der Lektion zur Notwendigkeit einer verantwortungsbewussten Sexualität: Mit Kondomen gleichzeitig HIV-Ansteckungen und ungewollte Schwangerschaften vermeiden.

Die Aufklärungsmaterialien wurden 2003/4 in Burkina Faso entwickelt.   Sie wurden von der dortigen Zweigstelle von “Family Care International” in Zusammenarbeit mit Ministerien, Nicht-Regierungs- organisationen und Jugendlichen aus Burkina Faso und zum Teil auch Niger konzipiert. Herstellung und Druck wurden von der Stiftung Weltbevölkerung, der Bingo-Umweltlotterie in Niedersachen sowie der EU finanziert.