Unsere Projekte in Burkina Faso

1999-2001: Jugendgesundheitszentrum und Aufklärung für Jugendliche
Seit 2005:   Jugendaufklärung, Familienplanung, HIV-Prävention
und Überwindung der Mädchenbeschneidung

Seit 2010:  Verhinderung der Mädchenbeschneidung und Kleinkredite für Frauen

1999-2001: Bau eines Jugendgesundheitszentrums und Aufklärung für Jugendliche
BF 2001 Junge Männer gehen zu einem Filmvortrag im Zentrum - Text in Home

Junge Männer auf dem Weg zu einer Informationsveranstaltung über HIV/AIDS und Empfängnisverhütung in dem von Lebenschancen International finanzierten Jugendgesundheitszentrum in Koupéla. Ihr Überleben und das ihrer Partne- rinnen ist gesichert, und sie werden nicht mehr Kinder haben, als die Familie ernähren und die Frau verkraften kann. (Foto: Agnes Schmidt)

1999 haben wir in Koupéla, der viertgrößten Stadt des Landes, auf Wunsch der burkinischen „Gesellschaft für das Wohlergehen der Familie“ ein Jugendgesundheitszentrum gebaut. Dann haben wir über anderthalb Jahre die Ausbildung von Schüler/innen und anderen Jugendlichen für die Aufklärung von Gleichaltrigen finanziert, außerdem entsprechende Vorträge und Filmvorführungen, Beratungsdienste, Dienste der Gynäkologie und Basisgesundheit, Verhütungsmittel und Basismedikamente. Das Zentrum enthält auch eine kleine Bibliothek und bietet neben Vorträgen zur Aufklärung auch solche über die Illegalität und gravierenden Folgen der Mädchenbeschneidung.  mehr >

Seit 2005: Maßnahmen zur Jugendaufklärung, Familienplanung, HIV-Prävention und Überwindung der Mädchenbeschneidung
Schüler/innen einer Mittelschule in der Hauptstadt bestaunen die gerade eingetroffenen Aufklärungsmaterialien. (Foto: AMPO, Burkina Faso)

Schüler/innen einer Mittelschule in der Hauptstadt bestaunen die gerade eingetroffenen Aufklärungsmaterialien.
(Foto: AMPO, Burkina Faso)

Seit 2005 finanzieren wir in Burkina Faso vielfältige Aufklärungsmaterialien und Informationsmaßnahmen für  Schüler/innen sowie Erwachsene. Die Materialien haben ihre Schwerpunkte bei den Problemen früher sowie sonstiger riskanter Schwangerschaften und Geburten und deren Vermeidbarkeit mittels Empfäng-nisverhütung. Die Materialien für Schüler/innen schließen die Stärkung von Mädchen ein, auch dass sie bei ungeschützten und unerwünschten Sexualkontakten – abweichend von der traditionellen Gehorsams-pflicht gegenüber Männern – „nein“ sagen dürfen. Außerdem wird meistens die HIV-Prävention und die Notwendigkeit, die Mädchen nicht mehr beschneiden zu lassen, behandelt.

Bei verschiedenen Maßnahmen wird auch die Gewalt an Frauen und die immer noch verbreitete Zwangs- verheiratung von Mädchen durch die Eltern thematisiert.

Die meisten Aktivitäten konzentrieren sich auf die Hauptstadt und deren Stadtrandgebiete. Der Einsatz von Aufklärungsmaterialien für Schüler/innen erstreckte sich aber auch auf viele Mittelschulen in Dörfern oder Kleinstädten.

Näheres zu den Ergebnissen, Kosten und Ihren Spendenmöglichkeiten finden Sie hier. 

Seit 2010: Maßnahmen zur Verhinderung der Mädchenbeschneidung
und Kleinkredite für Frauen
Kontakt

Aufklärung über die gravierenden Folgen der Mädchenbeschneidung mittels Bildmaterialien. Dafür werden zum Teil gezielt Männer eingesetzt, damit die Frauen sehen, dass auch Männer gegen diesen Eingriff sind und dass man mit
ihnen über die Probleme sprechen kann. (Foto: Dorothée Grünholz)

Seit 2010 finanzieren wir in Dörfern des Distrikts Kongoussi im Norden des Landes intensive Informations- maßnahmen zur Verhinderung des gravierenden Eingriffs.

Parallel zu den Informationsmaßnahmen wird in jedem Dorf ein “Frauen-Wissensklub” mit ca. zehn Frauen gegründet, die das Wissen in ihrem Umfeld weitergeben und – zusammen mit den Dorfchefs – darüber wachen sollen, dass der Eingriff nicht noch heimlich durchgeführt wird. Die Frauen machen dies grund- sätzlich ehrenamtlich. Sie erhalten als Anerkennung aber kleine Kredite, um ihre Einkommen zu verbes- sern oder erstmals Geldeinkommen zu erzielen, z.B. durch die Produktion und den Verkauf von Seife aus dem Öl von Karité-Nüssen. Damit werden aus den Klubs Solidargemeinschaften, die sich auch für andere Aktivitäten engagieren.

Im übrigen werden beschnittene Mädchen mit Beschwerden nach Möglichkeit Operationen zur Lösung von Verwachsungen zugeführt. Auf Wunsch der Frauen wird seit 2013 auch über Möglichkeiten der Empfängnisverhütung informiert.

An der Finanzierung und Prüfung der Maßnahmen vor Ort beteiligt sich der Deutsche Frauenring (DFR).

Näheres zu den Ergebnissen, Kosten und Ihren Spendenmöglichkeiten finden Sie hier