Problem Beschneidung oder Genitalverstümmelung
von Mädchen

Verbreitung und Probleme der Mädchenbeschneidung 
Hintergründe der Mädchenbeschneidung 
Notwendigkeit und Schwierigkeiten der Überwindung 
Maßnahmen von Lebenschancen in Burkina Faso 

 Verbreitung und Probleme der Mädchenbeschneidung

Nach eingehenden Erhebungen und Schätzungen einer Studie von UNICEF gab es 2012 etwa 125 Millionen an ihren Geschlechtsorganen beschnittene Mädchen und Frauen auf der Welt. In den nächsten zehn Jahren könnten bis zu 30 Millionen hinzukommen, wenn ihr Umfeld nicht davon überzeugt wird, dass der Eingriff nicht notwendig, aber als solcher gravierend ist und zudem oft schwerwiegende Folgen hat. Die Praktik ist vor allem in Ländern des mittleren Afrikas, in Ägypten, dem Irak und Yemen verbreitet.

Länder und Regionen nach Anteilen der 15-49-jährigen Mädchen und Frauen, die beschnitten sind.

Länder und Regionen nach Anteilen der 15-49-jährigen Mädchen und Frauen, die beschnitten sind.

Quelle und Weiteres in: UNICEF: Female Genital Mutilation/Cutting, New York 2013

Quelle und Weiteres in: UNICEF: Female Genital Mutilation/Cutting, New York 2013

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

In den betreffenden Gesellschaften wird die Mädchenbeschneidung oft als Äquivalent zur männlichen Beschneidung gesehen. Tatsächlich geht der Eingriff bei den Mädchen jedoch anatomisch weit über die Vorhautbeschneidung bei den Jungen hinaus und hat häufig gravierende physische und psychische Folgen. In den meisten Fällen werden dabei die Klitoris und die kleinen Schamlippen ganz oder teilweise entfernt. In einigen Gegenden, vor allem in Ostafrika und Teilen von Mali und Niger, werden außerdem     die Innenseiten der großen Schamlippen ausgeschabt und diese dann größtenteils zusammengenäht.
Während in den betreffenden Ländern grundsätzlich von Beschneidung gesprochen wird, hat sich auf internationaler Ebene die Bezeichnung  „weibliche Genitalverstümmelung“ (Female Genital Mutilation, FGM) durchgesetzt.

Der Eingriff wird meistens von Laien ohne hygienische Vorkehrungen und ohne Betäubung mit Rasier- klingen, Messern oder Glasscherben durchgeführt, in der Hälfte der Länder bis zum 5. Lebensjahr, in den anderen Ländern im Alter von 5 bis 14 Jahren. Dabei wird erwartet, dass die Mädchen die starken Schmerzen ohne Schreien oder Weinen ertragen. Die Aktion führt bei vielen Mädchen zu einer Trauma- tisierung, Infektionen mit Narbenwucherungen und Verwachsungen, bleibenden Schmerzen – auch später beim Geschlechtsverkehr, zu Frigidität und schweren Geburten, manchmal auch zum Tod durch Verbluten oder infolge von Infektionen.

Hintergründe der Mädchenbeschneidung 
Notwendigkeit und Schwierigkeiten der Überwindung
Maßnahmen von Lebenschancen in Burkina Faso