in Togo 2018-04-01T22:53:39+00:00

Die Probleme in Togo

Kinder, Kinder, Kinder – Sie alle müssen hinreichend ernährt
und gekleidet werden und sollen eine Schulbildung erhalten.
Viele Familien haben nicht die Mittel dazu.
(Foto: Gudrun Haupter)

2017 lebten in Togo 8 Millionen Menschen. 42 % sind unter 15 Jahre alt. Das Land gehört zu den 25 ärmsten Ländern der Welt und ist das ärmste Projektland von Lebenschancen International. 12 % der Menschen in Togo sind unterernährt.

Für die jüngere Generation wird mit durchschnittlich 4,5 Lebendgeburten pro Frau bis zum 49. Lebensjahr gerechnet. Auf dem Land sind es aber noch 5-6 Lebendgeburten pro Frau. Etwa 43 % der Mädchen haben bis zum 19. Geburtstag mindestens ein Kind. Die Bevölkerung wächst zur Zeit um 2,6 % pro Jahr. Damit wird sich die Einwohnerzahl in 28 Jahren verdoppeln, wenn die Geburtenzahl nicht bald stärker abnimmt.

Die Müttersterblichkeit konnte im Zeitraum von 1990 bis 2010 zwar halbiert werden,  ist aber immer noch sehr hoch: Auf 1.000 Lebendgeburten kommt der Tod von 3,7 Frauen. Von den Todesfällen von Frauen im Alter von 15-49 Jahren sind ca. 8 % die Folge von Komplikationen bei Schwangerschaft oder Geburt.

Bei der Prävention von HIV/Aids hat Togo in den vergangenen 15 Jahren große Fortschritte gemacht. 2016 waren aber noch 1,5 % bzw. 2,7 % der männlichen und weiblichen Bevölkerung im Alter von 15-49 Jahren HIV- infiziert, außerdem 12.000 Kinder unter 15 Jahren. In jedem Jahr sterben derzeit ca. 5.000 Menschen an der Immunschwächekrankheit, viele davon in jüngerem oder mittlerem Alter. Schließlich gibt es 93.000 Aids-Waisen unter 17 Jahren.

Es gibt zwar viele Informationsmaßnahmen über die Ansteckungswege und die Krankheit über die Medien. Aber insbesondere in den Dörfern werden viele Menschen nicht davon erreicht, weil sie kein Radio haben und schriftliche Informationen nicht lesen können. Auch sind diese bei Jugendlichen und vielen Erwachsenen meistens nicht hinreichend, um eine Verhaltensänderung zu bewirken. Persönliche Aufklärung, wie sie die Projekte von Lebenschancen bieten, sind oft unabdingbar, um weitere Infektionen mit dem Virus zu vermeiden. (Datenquellen: UN – Population Division, UNFPA, UNICEF, Worldbank, UNAIDS)

Näheres zu den Projekten von Lebenschancen International zur Lösung der Probleme in Togo hier.