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Nepal 2018-04-02T12:19:26+00:00

Project Description

Länderinfo
  • 29 Millionen Einwohner
  • 47 % der weiblichen und 24 % der männlichen Bevölkerung über 15 sind Analphabeten
  • 24 % haben weniger als 1,25 US-$ pro Tag zum Leben
  • 8 % sind unterernährt
  • 35 % der Mädchen haben im Alter von 15-19 Jahren mindesten eine Lebendgeburt. Anders als in  Burkina Faso und Togo handelt es sich grundsätzlich um junge Frauen, die von den Eltern früh verheiratet wurden, sei es, weil sie den Traditionen folgen wollten oder wegen großer Armut einen „Esser“ ohne eigenes Einkommen weniger haben wollten.
Eine Frau erhält im Rahmen eines Gruppenangebots die Dreimonatsspritze zur Empfängnisverhütung. Solche Behandlungen in Gruppen stören hier nicht. Frauen mit Ängsten können dabei sehen, dass da nichts «passiert».  (Foto: Dr. Ilse-Dore Schütt)

Wirtschaftliche Situation, Mütter- und Kindersterblichkeit sowie Bevölkerungswachstum

Nepal ist eines der 40 ärmsten Länder der Welt und gehört mit Afghanistan, Nordkorea und Myanmar zu den vier ärmsten Ländern Asiens.  Dabei hat es für viele eine Verschlechterung der Lebensverhältnisse durch die großen Erdbeben im Frühjahr 2015 gegeben. Soweit bebaubar, wurde das Land an den Berghängen bisher schon bestmöglich in Form von kleinräumigem Terrassenanbau genutzt. Erweiterungen sind kaum möglich. 

In den beiden vergangenen Jahrzehnten gab es in Nepal umfangreiche Maßnahmen zur Förderung der Familienplanung, die von den Menschen auch weithin genutzt wurden. Die Frauen der jüngeren Generation haben im Durchschnitt nur noch 2,3 Lebendgeburten, also höchstens noch etwa die Hälfte der Werte in den beiden afrikanischen Projektländern. 1990 waren es noch 5,2 Geburten. Entsprechend sind auch die Mütter- und Kindersterblichkeit wesentlich niedriger: Auf 1.000 Lebendgeburten kommen hier 2,6 Sterbefälle der Mutter. 4 % der Kinder sterben vor dem 5. Geburtstag. Diese Sterblichkeiten sind aber immer noch mehr als vierzig- bzw. zehnmal so hoch wie in Deutschland.

Die Bevölkerung wächst nun nur noch um 1,4 % pro Jahr, nachdem es 1990-95 noch 2,6 % waren. Da in den nächsten Jahren noch geburtenstarke Jahrgänge ins fortpflanzungsfähige Alter kommen, wird sich die Bevölkerung in Nepal aber in ca. 50 Jahren verdoppeln, wenn die Geburtenzahl nicht bald weiter abnimmt.

Mehr über die Probleme in Nepal hier.

Unsere Arbeit seit 2001

Seit 2001 schaffen wir in Nepal Lebenschancen durch den Bau und die Dienste einer Frauengesundheitsstation mit Beratungen zur Familienplanung in einem Dorf ca. 12 km südlich von Kathmandu. Diese bietet für mehrere Dörfer einmal wöchentlich die Dienste einer Gynäkologin oder Ärztin an und ansonsten solche einer Krankenschwester mit der Befugnis zur Kleinchirurgie sowie eines Gesundheitsberaters. Sie soll vor allem den Frauen zugute kommen, behandelt aber auch Notfälle von Männern und Kindern und bietet Impfungen für alle.

2009 wurde die Gesundheitsstation durch ein kleines Frauenbildungszentrum aufgestockt. Dieses dient insbesondere Vorträgen der Gesundheitsbildung, der Vermittlung von Kenntnissen der Menschen- und Frauenrechte, Kursen zur Haltbarmachung von Obst und Gemüse sowie dem theoretischen Unterricht für die Ausbildung von Schneiderinnen und Elektrikern.

Im Frühjahr 2015 konnten wir durch viele Sonderspenden zudem Soforthilfe für Opfer der Erdbeben in den Projektdörfern leisten. Dort wurden auch Häuser zerstört. Die Frauengesundheitsstation ist aber so gut gebaut, dass sie keine Schäden erlitten hat.

Näheres zu den Aktivitäten in Nepal finden Sie hier.

Wie Sie Lebenschancen mit uns schaffen können

Karte von Nepal mit der Projektregion