Zur Minderung der Mütter- und Kindersterblichkeit durch Vermeidung von Risikoschwangerschaften 2018-03-11T15:44:49+00:00

Zur Minderung der Mütter- und Kindersterblichkeit
durch Vermeidung von Risikoschwangerschaften

Soweit es sich nicht um die Folge illegaler Schwangerschaftsabbrüche handelt, ist die hohe Müttersterblichkeit in den Entwicklungsländern zum größten Teil die Folge von altersspezifischen oder durch hohe Geburtenzahlen bedingten Risikoschwangerschaften und deren Entbindung ohne dafür qualifiziertes Personal und ohne Zugang zu Notfallhilfen wie Bluttransfusionen.

Diese Mütter- und die Kindersterblichkeit könnte durch einen entsprechenden, weiteren Ausbau des Gesundheitswesens und mehr Informationen über Risikoschwangerschaften und Kinderkrankheiten vermieden werden. Dazu fehlt es in vielen Ländern, insbesondere in Subsahara-Afrika und den Krisenstaaten Asiens, aber an den Mitteln. Auch kann man bei geringer Bevölkerungsdichte nicht überall Entbindungsstationen für 500 oder 1000 Einwohner in nur schwer zugänglichen Berg-, Urwald- oder Wüstenregionen einrichten. Und es ist schwierig, qualifiziertes medizinisches Personal in entlegene Dörfer ohne Strom und Wasseranschluss und Grund- oder weiterführende Schulen zu bekommen.

Eine wesentliche Minderung der Mütter- und der Neugeborenensterblichkeit um bis zu 67 % wäre in den Dörfern, die keinen Zugang zu Entbindungen durch qualifiziertes Personal mit Notfallhilfen haben, aber auch mit geringerem Aufwand möglich. Dazu müssten insbesondere Schwangerschaften bei unter 18-Jährigen, über 36-Jährigen und Frauen, die schon vier oder mehr Kinder geboren haben, mittels entsprechenden Informationen und Verhütungsmitteln vermieden werden.